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  Internes Rating  
 
1. Überblick
2. Harte Ratingfaktoren
3. Weiche Ratingfaktoren
4. Vor- und Nachteile des Internen Ratings
 
 
   
 
1. Überblick
Im Gegensatz zu einem externen Rating wird das interne Rating vom Kreditinstitut selbst durchgeführt. Dabei spielt die Analyse und Bewertung von sogenannten harten und weichen Ratingfaktoren die entscheidende Rolle.

Die Auswahl und genaue Gewichtung der einzelnen Faktoren – also deren Einfluss auf das Ratingergebnis – obliegt, innerhalb festgelegter Grenzen, der jeweiligen Bank.

Bei der Durchführung eines internen Ratings folgt die bewertende Bank selbstverständlich den Vorgaben des Baseler Ausschusses, muss aufsichtsrechtlichen Mindestanforderungen genügen und bedarf der Genehmigung durch die nationale Aufsichtsbehörde.

Hierdurch wird sichergestellt, dass die internen Ratingverfahren einzelner Banken diesen Mindestanforderungen genügen und einem objektiven Qualitätsstandard folgen.
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2. Harte Ratingfaktoren
Zu den „harten“ Faktoren gehören hauptsächlich quantitative Finanzkennzahlen. Beispiele hierfür können sein:

Eigenkapitalquote, Cash Flow, Zinsdeckung, Anlagendeckung, Anlageintensität, Verbindlichkeiten oder Lieferantenkreditintensität.


Als Analyseinstrumente dienen beispielsweise die Bilanz, die Gewinn- und Verlustrechnung, die Angaben über Auftragsbestände und Angaben aus der Kostenrechnung oder unterjährige betriebswirtschaftliche Auswertungen.

Zusätzliche Beachtung kann auch das bisherige Verhalten des Kreditnehmers finden, z. B. inwieweit der bisherige Kreditrahmen ausgeschöpft wurde, ob es Überziehungen gab oder wie sich das Verhältnis von Kontoumsätzen und Kreditvolumen darstellt.

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3. Weiche Ratingfaktoren
Bei der Einbeziehung der „weichen“ Faktoren in das Rating werden hauptsächlich das Marktumfeld und das Management der Unternehmung betrachtet.

Das Umfeld sowie die Position eines Unternehmens im Markt bestimmen u. a. Faktoren wie Marktlage, Produktionsprozess, Produktqualität, Image, vertragliche Bindungen, strategische Ausrichtung usw.

Daneben können aber auch die Führungs-, Steuerungs- und Planungskompetenzen des Managements eine Rolle bei der Bewertung der gegenwärtigen und zukünftigen wirtschaftlichen Leistungskraft eines Unternehmens spielen.

Zusätzlich werden teilweise die Qualität und die rechtzeitige Bereitstellung von Informationen an die Bank durch den Kreditnehmer in das Ratingergebnis einbezogen.

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4. Vor- und Nachteile des Internen Ratings

Vorteile
  • Grundsätzliche Hinweise eines internen Ratings auf Schwachstellen werden auf Wunsch dem Kreditnehmer mitgeteilt.
  • Es entstehen keine direkten Kosten für die Erstellung des Ratings.
  • Banken müssen das von ihnen gewählte Ratingverfahren genehmigen lassen, um dessen Qualität zu gewährleisten.
Nachteile
  • Durch ein schlechtes Rating kann es zu einer Erhöhung der Zinsen eines Kredites kommen. Im Extremfall kann ein Kredit möglicherweise nicht gewährt werden.
  • Ein internes Rating gilt grundsätzlich nur für die durchführende Bank. Andere Kreditinstitute werden i.d.R. diese Beurteilung nicht anerkennen.
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